Glossar

Wichtige Energie-Begriffe verständlich erklärt.

Abschlagszahlung

Die Abschlagszahlung ist eine monatliche Vorauszahlung auf die noch nicht abgerechneten Energiekosten, keine eigenständige Kostenart.

Eine Abschlagszahlung ist eine monatliche Vorauszahlung auf Energiekosten, die erst später vollständig abgerechnet werden. Sie ist keine eigene Kostenart wie Arbeitspreis oder Grundpreis, sondern wird mit der Jahres- oder Schlussrechnung verrechnet.

Die Jahres- oder Schlussrechnung stellt den tatsächlichen Verbrauch den bereits gezahlten Abschlägen gegenüber. Für die konkrete Prüfung von Nachzahlung oder Guthaben ist der Abschlagsrechner das passende Werkzeug.

Abwassergebühr

Die Abwassergebühr umfasst meist Schmutzwasser nach Frischwassermenge und Niederschlagswasser nach versiegelter Fläche.

Ausführliche Erklärung

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis ist der Betrag, den du je verbrauchter Kilowattstunde Strom oder Gas zahlst.

Der Arbeitspreis wird in Cent oder Euro pro Kilowattstunde angegeben und ist der verbrauchsabhängige Teil deiner Energierechnung. Diesen Wert gibst du in unsere Rechner ein.

Im Abschlagsrechner kommt der Arbeitspreis mit Grundpreis und gezahlten Abschlägen zusammen, damit du die ganze Abrechnung nachrechnen kannst.

Beim Vergleich zweier Stromtarife reicht der Arbeitspreis allein nicht aus: Der Stromtarif-Vergleich rechnet ihn zusammen mit dem Grundpreis und deinem Jahresverbrauch.

Brennwert (Hs)

Der Brennwert (Hs) ist die Energiemenge, die ein Kubikmeter Gas beim Verbrennen liefert – einer von zwei Faktoren zur Umrechnung in Kilowattstunden nach DVGW G 685.

Der Brennwert (Hs) gibt an, wie viel Energie ein Kubikmeter Gas beim vollständigen Verbrennen liefert – einschließlich der Energie, die beim Kondensieren des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs frei wird. Er ist einer von zwei Faktoren, mit denen der am Gaszähler abgelesene Kubikmeter-Wert nach DVGW-Arbeitsblatt G 685 in Kilowattstunden umgerechnet wird: Energie (kWh) = Verbrauch (m³) × Zustandszahl × Brennwert.

Warum der Brennwert je Netzgebiet leicht schwankt

Wie hoch der Brennwert ausfällt, hängt von Herkunft und Zusammensetzung des eingespeisten Erdgases ab – L-Gas liefert typischerweise etwas weniger Energie pro Kubikmeter als H-Gas. Je nach Netzgebiet und Gasqualität liegt er ungefähr zwischen 8,0 und 12,5 kWh/m³ (Stand 2026). Eine Tabelle mit festen Werten je Netzbetreiber gibt es hier bewusst nicht, weil sich der Brennwert von Abrechnungsperiode zu Abrechnungsperiode ändert und eine veraltete Netzgebiets-Angabe zu falschen Ergebnissen führen würde. Maßgeblich ist der Wert auf deiner eigenen Gasabrechnung.

Brennwert und Zustandszahl zusammen

Für die vollständige Umrechnung reicht der Brennwert allein nicht aus: Er beschreibt nur den Energiegehalt des Gases, nicht den tatsächlichen Betriebszustand am Zähler – Druck, Temperatur und Höhenlage weichen vom Normzustand ab. Diesen zweiten Schritt übernimmt die Zustandszahl; erst beide Werte zusammen ergeben die kWh-Zahl auf der Rechnung.

Weiterrechnen

Mit Brennwert und Zustandszahl aus deiner eigenen Abrechnung rechnest du den abgelesenen Verbrauch im Gasverbrauch-Rechner direkt in Kilowattstunden um.

COP und SCOP

COP ist das Verhältnis von Heizleistung zu Stromaufnahme unter genormten Prüfbedingungen; SCOP ist der saisonale Durchschnittswert über eine Heizperiode.

COP (Coefficient of Performance) ist das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung, ermittelt unter genormten Prüfbedingungen nach DIN EN 14511 (Einordnung Stand 2026). Ein gängiger Prüfpunkt ist A7/W35: Im Labortest trifft eine Außentemperatur von 7 °C auf eine Vorlauftemperatur von 35 °C. Der COP ist damit eine feste Momentaufnahme unter Volllast bei genau dieser Temperaturkombination, kein Wert aus laufendem Betrieb.

SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) fasst mehrere solcher Prüfpunkte bei unterschiedlichen Außentemperaturen zu einem saisonalen Durchschnittswert über eine ganze Heizperiode zusammen. Mit dem COP ist er nicht direkt vergleichbar, weil beide Kennzahlen unterschiedliche Betriebszustände abbilden – ähnlich wie SEER und EER auf der Kühlseite.

Beide Werte stehen auf dem Datenblatt des Geräts und sagen nichts über die tatsächliche Anlage im eigenen Gebäude aus – dafür steht die Jahresarbeitszahl (JAZ), die reale Betriebsgröße der eingebauten Anlage über ein Jahr. Ein Datenblatt-COP gehört deshalb nicht in das Eingabefeld „Jahresarbeitszahl (JAZ)” des Wärmepumpenrechners: Wer die eigene JAZ statt eines Herstellerwerts eintragen will, findet die Vorgehensweise in der Anleitung Jahresarbeitszahl aus Zählerständen ermitteln.

Quellen

  • DIN EN 14511 (Teile 2 und 3) — Luftkonditionierer, Flüssigkeitskühlsätze und Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern

    Deutsches Institut für Normung (DIN) / CENNormLegt Prüfbedingungen und die Berechnung der Leistungszahl fest, darunter die Norm-Nennbedingungen, aus denen der übliche Prüfpunkt A7/W35 stammt (Außenluft 7 °C, Vorlauf 35 °C). Ohne URL, weil die Norm kostenpflichtig ist. Sie trägt die Aussage, dass der COP ein Laborwert unter festgelegten Bedingungen ist — nicht die Aussage über den Betrieb einer konkreten Anlage.Abruf: 29.08.2026

  • DIN EN 14825 — Prüfung und Leistungsbemessung unter Teillastbedingungen und Berechnung der jahreszeitbedingten Leistung

    Deutsches Institut für Normung (DIN) / CENNormDefiniert die Teillast-Prüfpunkte und das Verfahren, mit dem aus mehreren Prüfpunkten der saisonale Wert (SCOP bzw. SEER) berechnet wird. Ohne URL, weil die Norm kostenpflichtig ist. Sie trägt die Aussage, dass der SCOP mehrere Prüfpunkte bei unterschiedlichen Außentemperaturen zusammenfasst.Abruf: 29.08.2026

  • Verordnung (EU) Nr. 206/2012 zur Durchführung der Ökodesign-Richtlinie für Raumklimageräte und Komfortventilatoren, Artikel 2

    Europäische KommissionNormDefiniert SCOP wörtlich als „die für die gesamte angegebene Heizperiode … repräsentative Gesamtleistungszahl des Geräts“, gebildet aus Bezugs-Jahresheizenergiebedarf geteilt durch Jahresstromverbrauch im Heizbetrieb. Das trägt die Abgrenzung dieses Eintrags: SCOP ist ein Saisonwert über mehrere Prüfpunkte, COP eine Momentaufnahme. Die Verordnung gilt für Raumklimageräte, nicht für Heizungswärmepumpen — der Begriff ist dort aber derselbe.Abruf: 29.08.2026

EER und SEER

EER ist das Verhältnis von Kühlleistung zu Leistungsaufnahme unter Prüfbedingungen; SEER ist der saisonale Durchschnittswert.

Ausführliche Erklärung

Endenergiebedarf

Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die ein Gebäude laut Energieausweis einkauft – richtig für den Heizkostenrechner, nicht der Primärenergiebedarf.

Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die ein Gebäude laut Energieausweis pro Jahr einkauft – für Heizung und Warmwasser zusammen, rechnerisch auf ein Durchschnittsjahr klimabereinigt. Angegeben wird er in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, kWh/(m²·a). Für eine Heizkostenrechnung ist er die relevante Zahl, weil er der Energiemenge entspricht, die tatsächlich eingekauft und bezahlt wird.

Abgrenzung zum Primärenergiebedarf

Im Energieausweis steht neben dem Endenergiebedarf meist noch eine zweite Zahl: der Primärenergiebedarf. Er entsteht, indem der Endenergiebedarf mit dem Primärenergiefaktor des jeweiligen Energieträgers multipliziert wird – einem Faktor, der nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, weithin noch unter der früheren Bezeichnung Gebäudeenergiegesetz oder GEG bekannt) den vorgelagerten Aufwand für Gewinnung, Umwandlung und Transport der Energie abbildet. Der Primärenergiebedarf beantwortet damit eine ökologische Frage, keine finanzielle. Für die Heizkostenrechnung zählt ausschließlich der Endenergiebedarf; wer stattdessen den Primärenergiebedarf einträgt, verzerrt das Ergebnis teils deutlich – besonders bei Strom als Energieträger, dessen Primärenergiefaktor merklich vom tatsächlichen Verbrauch abweicht.

Ausweiswert und Rechner-Eingabe

Der Endenergiebedarf im Ausweis deckt Heizung und Warmwasser gemeinsam ab. Der Heizkostenrechner erwartet dagegen nur den reinen Heizwärmebedarf fürs Heizen allein. Beide Werte liegen deshalb nicht exakt gleich – wie sich die Differenz einordnen lässt, erklärt der Ratgeber Energieausweis: Welcher Wert für den Heizkostenrechner?.

Weiterrechnen

Mit dem Endenergiebedarf aus dem eigenen Energieausweis lässt sich im Heizkostenrechner eine grobe Schätzung der jährlichen Heizkosten erstellen.

Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse ordnet Geräte auf einer Skala von A bis G nach ihrem Verbrauch ein.

Das EU-Energielabel zeigt die Effizienzklasse von A (sehr sparsam) bis G (hoher Verbrauch). Für die tatsächlichen Kosten ist der angegebene Jahresverbrauch in Kilowattstunden entscheidend.

Wie viel eine Klasse im Jahr ausmacht, hängt am Verbrauch in Kilowattstunden — überschlagen kannst du das mit dem Kühlschrank-Rechner.

Grundpreis

Der Grundpreis ist ein fester monatlicher Betrag, der unabhängig vom Verbrauch anfällt.

Der Grundpreis deckt Kosten wie Zählermiete und Verwaltung ab. Zusammen mit dem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis ergibt er die gesamte Strom- oder Gasrechnung.

Der Abschlagsrechner berücksichtigt den Grundpreis zusammen mit dem Arbeitspreis, wenn aus Verbrauch und gezahlten Abschlägen eine Jahresrechnung entsteht.

Ob sich ein höherer Grundpreis durch einen niedrigeren Arbeitspreis ausgleicht, zeigt der Stromtarif-Vergleich für deinen Jahresverbrauch.

Heizkurve

Die Heizkurve ist die Regel, nach der die Heizung die Vorlauftemperatur automatisch an die Außentemperatur anpasst – bei Kälte höher, bei mildem Wetter niedriger.

Sie wirkt auf die gesamte Anlage, nicht auf einzelne Räume; das übernimmt der Thermostat. Wie beide zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Heizkurve, Vorlauftemperatur und Thermostat verstehen; die praktische Einstellung an der Wärmepumpe zeigt die Anleitung Wärmepumpe richtig einstellen.

Heizwärmebedarf

Der Heizwärmebedarf gibt an, wie viel Wärme ein Gebäude pro Jahr benötigt, meist in kWh pro Quadratmeter.

Der Heizwärmebedarf hängt von Dämmung, Größe und Bauweise ab. Als grobe Richtwerte für DACH 2026 liegen unsanierte Altbauten oft bei 150 bis 250 kWh/m², Neubauten bei 40 bis 80 kWh/m². Der Wert steht im Energieausweis; zur Einordnung hilft die Tabelle Heizwärmebedarf nach Gebäudetyp. Welche Ausweis-Kennzahl dafür die richtige ist, erklärt der Ratgeber Energieausweis: Welcher Wert für den Heizkostenrechner?.

Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom über das Jahr erzeugt.

Eine JAZ von 4 bedeutet: aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Wärme. Je höher die JAZ, desto effizienter die Wärmepumpe und desto niedriger die Heizkosten. Das Gegenstück auf der Kühlseite ist der EER-Wert. Anders als ein Datenblatt-Prüfwert ist die JAZ die reale Betriebsgröße der eingebauten Anlage über ein Jahr — Das Gegenstück auf dem Datenblatt sind COP und SCOP.

Kilowatt (kW)

Ein Kilowatt entspricht 1000 Watt und ist eine gebräuchliche Einheit für die Leistung größerer Geräte.

Das Kilowatt (kW) wird für die Leistung größerer Verbraucher wie Heizungen, Wärmepumpen oder E-Auto-Ladung verwendet. Ein 2-kW-Gerät verbraucht in einer Stunde 2 Kilowattstunden. Mehr zur Abgrenzung von Kilowatt und Kilowattstunde beantwortet die FAQ Was ist ein Kilowatt?.

Kilowattstunde (kWh)

Eine Kilowattstunde ist die Energiemenge, die ein Gerät mit 1000 Watt Leistung in einer Stunde verbraucht.

Die Kilowattstunde (kWh) ist die gängige Abrechnungseinheit für elektrische Energie. Sie beschreibt, wie viel Energie über eine bestimmte Zeit verbraucht wird.

Ein Gerät mit einer Leistung von 1000 Watt (1 Kilowatt), das eine Stunde lang läuft, verbraucht genau eine Kilowattstunde. Ein 2000-Watt-Gerät benötigt für dieselbe kWh nur eine halbe Stunde.

Auf der Stromrechnung wird der Verbrauch in kWh ausgewiesen und mit dem Arbeitspreis (Euro pro kWh) multipliziert.

Kühllast

Die Kühllast ist die Wärmeleistung, die aus einem Raum abgeführt werden muss, damit die gewünschte Raumtemperatur gehalten werden kann.

Ausführliche Erklärung

Kühlleistung

Die Kühlleistung gibt an, wie viel Wärme eine Klimaanlage pro Zeiteinheit aus einem Raum abführt, meist in BTU/h oder kW.

Die Kühlleistung gibt an, wie viel Wärme eine Klimaanlage pro Zeiteinheit aus einem Raum abführt. Angegeben wird sie meist in BTU/h (British Thermal Units pro Stunde) oder in Kilowatt (kW) – auf dem Typenschild steht häufig nur der BTU/h-Wert. Je höher die Kühlleistung, desto größer der Raum, den ein Gerät wirksam kühlen kann.

Die passende Kühlleistung richtet sich nach der Kühllast des Raums; einen groben Überschlag liefert der Kühllast-Rechner für Klimageräte.

Mit der Leistungsaufnahme darf die Kühlleistung nicht verwechselt werden, auch wenn beide Werte oft nebeneinander auf demselben Typenschild stehen: Die Kühlleistung ist die abgegebene Kälteleistung, die Leistungsaufnahme dagegen die aufgenommene elektrische Leistung – also der tatsächliche Stromverbrauch. Ein Gerät mit hoher Kühlleistung muss deshalb nicht automatisch viel Strom verbrauchen; das Verhältnis der beiden Werte beschreibt der EER.

Wie sich BTU/h in kW und daraus die Leistungsaufnahme in Watt umrechnen lässt, zeigt die Tabelle Kühlleistung in Leistungsaufnahme umrechnen; die individuelle Kostenschätzung übernimmt der Klimaanlagen-Rechner.

Ladeverlust

Ladeverlust ist die Energie, die zwischen Steckdose und Akku verloren geht – je nach Ladeweg unterschiedlich hoch.

Als Ladeverlust bezeichnet man die Energie, die beim Laden eines E-Autos zwischen Steckdose und Akku verloren geht. Der Bordcomputer zeigt nur den Verbrauch ab Akku an – wie viel Strom tatsächlich bezahlt wird, liegt zusätzlich um diesen Verlust höher.

Wo Ladeverluste entstehen

Der größte Anteil entsteht im Onboard-Lader, der den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom für den Akku umwandelt. Weitere Anteile verursachen das Ladekabel selbst sowie die Batteriekonditionierung, die den Akku vor und während des Ladens auf Temperatur bringt – bei Kälte braucht das spürbar mehr Energie. Auch eine dauerhaft angeschlossene Wallbox zieht im Standby einen kleinen, aber konstanten Anteil.

Wie hoch sie je nach Ladeweg ausfallen

Wie stark der Verlust ausfällt, hängt vom gewählten Ladeweg ab. In ADAC-Testmessungen (veröffentlicht 06.08.2026) lag er an der 11-kW-Wallbox bei 5,1–7,0 % und an der Haushaltssteckdose (Schuko) bei 12,7–24,2 %. An einem 300-kW-DC-Schnelllader maß der ADAC (veröffentlicht 27.05.2025) 1–4 % bei warmem und 6–10 % bei kaltem Akku. Warum diese Differenz oft größer ausfällt, als der Bordcomputer vermuten lässt, erklärt die FAQ Warum lädt mein Auto mehr Strom, als der Bordcomputer anzeigt?.

Was das für deine Ladekosten bedeutet

Der Ladeverlust wird zusätzlich zum Bordcomputer-Verbrauch bezahlt und wirkt sich direkt auf die Jahreskosten aus. Mit dem eigenen Verbrauch und Ladeweg lässt sich das im E-Auto-Ladekostenrechner nachrechnen. Wer zu Hause lädt, profitiert zusätzlich vom niedrigeren Verlust der Wallbox gegenüber Schuko oder Schnelllader – mehr dazu im Ratgeber E-Auto zu Hause laden.

Quellen

  • Ladeverluste beim Elektroauto: So viel Strom geht beim Laden verloren

    ADAC e. V.PrimärquelleMessreihe an fünf Fahrzeugen, veröffentlicht am 06.08.2026. Wörtlich zum Laden an der 11- bzw. 22-kW-Wallbox: „Diese lagen zwischen 5,1 und 7,0 Prozent“. Für die Haushaltssteckdose nennt die Tabelle 12,7 Prozent (Tesla Model Y) bis 24,2 Prozent (Mercedes CLA 350 EQ). Die Rechnung auf dieser Seite arbeitet mit je einem Pauschalwert aus dieser Spanne (Wallbox 6 Prozent, Schuko 18 Prozent), nicht mit einem fahrzeugspezifischen Wert.Abruf: 29.08.2026

  • E-Auto am Schnelllader: So viel Energie geht zwischen Ladesäule und Akku verloren

    ADAC e. V.PrimärquelleMeldung vom 27.05.2025 zu Messungen an einem 300-kW-Lader mit vier Fahrzeugen. Wörtlich: „So sind bei warmer Batterie die Ladeverluste mit einem bis vier Prozent recht gering. Bei niedrigen Temperaturen und kalter Batterie steigen die Ladeverluste im Fahrzeug jedoch auf sechs bis zehn Prozent.“ Der hier angesetzte Pauschalwert von 5 Prozent liegt im warmen Bereich und unterschätzt die Kosten bei kaltem Akku.Abruf: 29.08.2026

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme gibt an, wie viel elektrische Leistung ein Gerät im Betrieb aufnimmt. Sie wird meist in Watt angegeben.

Ausführliche Erklärung

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate gibt an, wie oft das Luftvolumen eines Raums pro Stunde rechnerisch ausgetauscht wird.

Die Luftwechselrate wird meist in 1/h angegeben. Ein Wert von 1 1/h bedeutet: Rechnerisch wird innerhalb einer Stunde einmal das Raumluftvolumen ausgetauscht. Bei einem Raum mit 40 m³ Luftvolumen wären das 40 m³ Luft pro Stunde.

Beim Lüften hängt die erreichbare Luftwechselrate nicht nur vom Raumvolumen ab, sondern auch von Fenstergröße, Öffnungsart, Wind, Temperaturunterschied und Grundriss. Querlüften kann deutlich schneller wirken als ein einzelnes gekipptes Fenster. Eine feste Minutenregel wäre deshalb zu grob.

Der Stoßlüften-Dauer-Rechner verwendet Luftwechselraten als transparente Annahmen, um eine Lüftungsdauer zu schätzen. Das Ergebnis ist eine Orientierung für den einzelnen Raum, keine Messung des tatsächlichen Luftaustauschs. Der Ratgeber Richtig lüften ohne Schimmel verbindet die Einordnung mit Luftfeuchte, Taupunkt und Heizverhalten.

Photovoltaik (PV)

Photovoltaik bezeichnet die Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht mithilfe von Solarmodulen.

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht in Strom um. Selbst genutzter Solarstrom ist günstiger als Netzstrom, weshalb ein hoher Eigenverbrauch die Energiekosten senkt.

Wie viel des erzeugten Stroms im Haus bleibt, statt eingespeist zu werden, hängt stark vom Verbrauchsprofil ab — eine Wallbox verschiebt es deutlich. Gemessen wird der Ertrag in Kilowattstunden.

Relative und absolute Luftfeuchte

Relative Luftfeuchte zeigt die Sättigung bei aktueller Temperatur; absolute Luftfeuchte die tatsächliche Wassermenge in der Luft.

Relative Luftfeuchte ist die Prozentanzeige am Hygrometer. 60 Prozent bedeuten: Die Luft enthält 60 Prozent der Wasserdampfmenge, die sie bei dieser Temperatur aufnehmen könnte. Absolute Luftfeuchte meint dagegen die tatsächliche Wassermenge in der Luft, zum Beispiel bezogen auf ein Raumvolumen.

Der Unterschied ist wichtig, weil warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte Luft. Wird Raumluft an einem Fenster oder einer Außenwand abgekühlt, bleibt die Wassermenge zunächst gleich, aber die relative Luftfeuchte an der kalten Oberfläche steigt. Erreicht sie rechnerisch 100 Prozent, ist der Taupunkt erreicht und Kondensation wird möglich.

Der Taupunkt-Rechner nutzt deshalb Raumtemperatur und relative Luftfeuchte gemeinsam. Ein Prozentwert allein reicht nicht aus, um Kondensationsnähe einzuordnen.

Nicht verwechseln: Restfeuchte ist ein Wäsche- und Waschmaschinenbegriff. Sie beschreibt Wasser, das nach dem Schleudern in Textilien bleibt, nicht die Feuchte der Raumluft. Der Ratgeber Richtig lüften ohne Schimmel bündelt den Zusammenhang für Heizen und Lüften im Alltag.

Quellen

  • Water Vapor Pressure Formulations, Formel 2 (CIMO Guide der Weltorganisation für Meteorologie)

    NSF NCAR Earth Observing Laboratory (Vömel, H., 2025)FachliteraturDie Sammlung führt die WMO-CIMO-Fassung als e_w = 6,112 · e^(17,62 · t / (243,12 + t)) mit t in °C. Der Sättigungsdampfdruck steigt mit der Temperatur — das ist die physikalische Grundlage dafür, dass warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte und dass die relative Feuchte an einer kalten Oberfläche steigt. Dieselbe Formel steht hinter dem Taupunkt-Rechner.Abruf: 29.08.2026

Restfeuchte

Die Restfeuchte ist die nach dem Schleudern in der Wäsche verbliebene Wassermenge, angegeben als Restfeuchtegehalt D nach Verordnung (EU) 2019/2014.

Die Restfeuchte ist die Wassermenge, die nach dem Schleudern noch in der Wäsche steckt. Angegeben wird sie als Restfeuchtegehalt D – der Prozentanteil des verbliebenen Wassers am Trockengewicht der Wäsche. Die Größe ist in Verordnung (EU) 2019/2014 zum Energielabel für Haushaltswaschmaschinen genormt und beschreibt das Ergebnis eines festgelegten Testprogramms, nicht eine beliebige Wäscheladung.

Ableseort: die Schleudereffizienzklasse

Wie viel Restfeuchte nach dem Schleudern bleibt, zeigt die Schleudereffizienzklasse auf dem Waschmaschinenlabel – eine eigene Skala von A bis G, unabhängig von der Drehzahl in Umdrehungen pro Minute. Je besser die Klasse, desto niedriger der Restfeuchtegehalt D und desto trockener kommt die Wäsche aus der Maschine. Die genauen Grenzwerte je Klasse und eine Beispielrechnung zeigt die Tabelle Restfeuchte nach Schleudereffizienzklasse.

Abgrenzung zur Energieeffizienzklasse

Auf demselben Waschmaschinenlabel steht noch eine zweite A-bis-G-Skala: die Energieeffizienzklasse. Sie bewertet den Stromverbrauch der Maschine – mit der Restfeuchte hat sie nichts zu tun, auch wenn beide Skalen auf den ersten Blick gleich aussehen.

Standby-Verbrauch

Als Standby-Verbrauch bezeichnet man den Strom, den Geräte im Bereitschaftsmodus ziehen.

Viele Geräte verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom, um etwa auf ein Signal der Fernbedienung zu warten. Über das Jahr summiert sich das auf 50 bis 150 Euro pro Haushalt.

Wie hoch der Verbrauch in typischen Haushalten ist, beantwortet die FAQ Wie hoch ist der Standby-Verbrauch?. Konkrete Maßnahmen stehen im Ratgeber Standby-Verbrauch vermeiden.

Taupunkt

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die vorhandene Feuchte in der Luft rechnerisch zur Sättigung reicht und Wasser an kalten Oberflächen kondensieren kann.

Der Taupunkt beschreibt den Luftzustand, nicht die Wand selbst: Er gibt an, ab welcher Temperatur die aktuelle Raumluft mit Wasserdampf gesättigt wäre. Kühlt eine Fensterscheibe, Außenwand oder Raumecke unter diesen Wert ab, kann Feuchtigkeit aus der Luft als Kondensat sichtbar werden.

Für den Wohnraum reicht meistens die praktische Frage: Wie weit liegt die kälteste Oberfläche über dem Taupunkt? Welche Luftfeuchte dafür überhaupt als Ausgangswert sinnvoll ist, beantwortet die FAQ Welche Luftfeuchtigkeit ist in Wohnräumen sinnvoll?. Den Taupunkt aus Raumtemperatur und relativer Luftfeuchte berechnet der Taupunkt-Rechner. Wenn du zusätzlich eine Wand- oder Oberflächentemperatur gemessen hast, vergleicht der Schimmelrisiko-Rechner beide Werte.

Der Taupunkt ist keine Bauteilberechnung. Er sagt nicht, wie warm eine Wand im Inneren ist, ob eine Wärmebrücke vorliegt oder ob ein Raum sicher schimmelfrei bleibt. Dafür fehlen Materialaufbau, Nutzung, Dauer der Feuchtebelastung und Messwerte an der konkreten Stelle.

Warum dieselbe Wassermenge je nach Temperatur zu unterschiedlichen Prozentwerten führt, erklärt der Begriff relative und absolute Luftfeuchte.

Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das zu den Heizkörpern fließt.

Eine niedrigere Vorlauftemperatur steigert die Effizienz der Heizung, besonders bei Wärmepumpen. Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen kommen mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus.

Praktisch wird die Vorlauftemperatur meist über die Heizkurve beeinflusst. Die Anleitung Wärmepumpe richtig einstellen zeigt, wie du sie schrittweise senkst, ohne Räume auskühlen zu lassen. Wie Heizkurve, Vorlauftemperatur und Thermostat zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Heizkurve, Vorlauftemperatur und Thermostat verstehen.

Wenn nach einer Absenkung Wandflächen auffällig kühl bleiben, bewertet der Schimmelrisiko-Rechner die Feuchtefrage über gemessene Wandtemperatur, Raumtemperatur und relative Luftfeuchte.

Wallbox

Eine Wallbox ist eine feste Ladestation für Elektroautos, meist an der heimischen Wand montiert.

Eine Wallbox lädt E-Autos schneller und sicherer als eine normale Haushaltssteckdose. Da mit dem Haushaltsstrompreis geladen wird, ist das Laden zu Hause meist günstiger als an öffentlichen Säulen.

Wie viel eine Ladung kostet, hängt an der geladenen Menge in Kilowattstunden und am Ladeverlust; beides zusammen rechnet der E-Auto-Ladekosten-Rechner.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Wasser und hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur.

Wärmepumpen erzeugen aus einer Kilowattstunde Strom ein Mehrfaches an Heizwärme. Ihre Effizienz beschreibt die Jahresarbeitszahl. Am besten arbeiten sie in gut gedämmten Gebäuden mit niedriger Vorlauftemperatur.

Warmwasserbereitung

Warmwasserbereitung ist die Erwärmung von Trinkwasser für Dusche, Bad und Küche.

Warmwasserbereitung ist die Erwärmung von Trinkwasser für Dusche, Bad und Küche. Sie zählt nicht zur Raumheizung, auch wenn beide Aufgaben in vielen Häusern über dieselbe Anlage laufen, etwa über eine Wärmepumpe oder einen Heizkessel.

Für die Energiekosten ist diese Trennung wichtig: Raumheizung erwärmt Räume, Warmwasserbereitung erwärmt Wasser, das anschließend verbraucht wird. Dadurch hat Warmwasser einen eigenen Energiebedarf. Er hängt vor allem von Wassermenge, Temperaturhub, Erzeugerart und Energiepreis ab; die Raumgröße oder der Heizwärmebedarf des Gebäudes erklären ihn nicht.

Die Kosten für Frischwasser und Abwasser sind davon getrennt. Sie hängen nicht vom Temperaturhub ab, sondern von Kubikmetern, Trinkwasserpreis und Schmutzwasserpreis; dafür passt der Wasserkosten-Rechner.

Typische Erzeuger sind elektrische Durchlauferhitzer, Boiler oder Speicher sowie zentrale Anlagen mit Wärmepumpe. Bei Wärmepumpen beeinflusst die Jahresarbeitszahl auch die Warmwasserkosten, sie kann aber anders ausfallen als im reinen Heizbetrieb. Für eine eigene Rechnung nach Literzahl und Temperatur hilft der Warmwasserrechner; Heizenergie für Räume gehört in den Heizkosten-Rechner. Hinweise zur Einstellung stehen in der Anleitung Wärmepumpe einstellen.

Wasserzähler

Ein Wasserzähler misst den Trinkwasserverbrauch meist in Kubikmetern; die Differenz zweier Stände ergibt den Verbrauch.

Ein Wasserzähler misst, wie viel Trinkwasser durch die Leitung geflossen ist. Für die Kostenrechnung ist vor allem der Stand in Kubikmetern wichtig: Ein Kubikmeter entspricht 1.000 Litern.

Einheit m3 richtig lesen

Auf der Abrechnung und am Zähler wird Wasser meistens in m3 angegeben. Die vollen Kubikmeter sind die Hauptzahl für die Rechnung. Je nach Zähler gibt es zusätzliche Nachkommastellen oder rote Ziffern für Literanteile. Für grobe Jahres- und Monatsrechnungen reichen meist die vollen m3; für einzelne Nutzungen rechnest du Liter selbst in m3 um.

Die Umrechnung ist einfach:

Liter / 1.000 = m3

40 l Duschwasser sind also 0,04 m3. Eine Waschmaschine mit 50 l je Programm würde 0,05 m3 Wasser nutzen. Solche Literwerte sind Eingaben oder Gerätewerte, keine Zählermeldung.

Verbrauch aus zwei Ständen berechnen

Der Verbrauch im Zeitraum ist die Differenz aus Endstand und Anfangsstand:

Verbrauch = Zaehlerstand neu - Zaehlerstand alt

Wenn der neue Stand niedriger ist als der alte, stimmt mindestens eine Eingabe nicht oder es wurde ein anderer Zähler abgelesen. Der Wasserkosten-Rechner sollte diese Differenz deshalb nicht als negativen Verbrauch akzeptieren.

Der allgemeine Begriff Zählerstand erklärt die gleiche Logik für Energiezähler. Beim Wasserzähler ist die Einheit m3 statt kWh.

Wasserzähler und Warmwasserzähler unterscheiden

Ein Hauptwasserzähler misst den Frischwasserbezug. In manchen Wohnungen oder Anlagen gibt es zusätzliche Warmwasserzähler. Sie helfen bei der Verteilung von Warmwasserverbrauch, ersetzen aber nicht automatisch den Gesamtverbrauch aus der Wasserabrechnung.

Für Energiekosten der Warmwasserbereitung zählen Wassermenge, Temperaturhub und Erzeugerart. Für Frisch- und Abwasserkosten zählen Kubikmeter, Trinkwasserpreis und Schmutzwasserpreis.

Quellen

  • The International System of Units (SI), 9. Ausgabe 2019, Tabelle 8

    Bureau International des Poids et Mesures (BIPM)NormTabelle 8 der SI-Broschüre führt den Liter als Einheit für das Volumen mit der Beziehung 1 l = 1 L = 1 dm³ = 10⁻³ m³. Daraus folgt unmittelbar, dass ein Kubikmeter 1000 Liter sind und dass Liter durch 1000 in Kubikmeter umgerechnet werden.Abruf: 29.08.2026

Watt (W)

Watt ist die Einheit der Leistung und gibt an, wie viel Energie ein Gerät pro Zeit benötigt.

Watt (W) misst die momentane Leistung eines Geräts. 1000 Watt ergeben ein Kilowatt. Multipliziert mit der Betriebszeit ergibt sich der Energieverbrauch in Wattstunden bzw. Kilowattstunden.

Zählerstand

Der Zählerstand ist der abgelesene Verbrauchswert eines Energiezählers – bei Strom in Kilowattstunden, bei Gas in Kubikmetern.

Der Zählerstand ist der abgelesene, fortlaufend gezählte Verbrauchswert eines Energiezählers – bei Strom in Kilowattstunden, bei Gas in Kubikmetern. Er zeigt nicht die Kosten, sondern den bisher gemessenen Verbrauch. Erst die Differenz zwischen zwei Zählerständen sagt, wie viel Energie in einem Zeitraum verbraucht wurde. Miss dein Gaszähler in Kubikmetern, rechnest du die Verbrauchsdifferenz mit dem Gasverbrauch-Rechner in Kilowattstunden um.

Diese Verbrauchsdifferenz kannst du im Abschlagsrechner als Eingabe nutzen, wenn du eine Jahres- oder Schlussabrechnung mit Arbeitspreis, Grundpreis und geleisteten Abschlägen prüfen willst. Bei einem Preiswechsel innerhalb des Abrechnungszeitraums ist der Zählerstand zum Stichtag die bevorzugte Methode, um den Verbrauch korrekt aufzuteilen - die FAQ Wie wird mein Verbrauch auf zwei Preiszeiträume aufgeteilt? erklärt, warum.

Ein Beispiel ohne Tarifdetails: Wenn du den Stand heute notierst und in einer Woche erneut abliest, ist die Differenz dein Wochenverbrauch. Daraus kannst du ableiten, ob sich neue Gewohnheiten, Ferienzeiten oder ein auffälliges Gerät im Haushalt bemerkbar machen. Sinnvoll ist ein gleichbleibender Rhythmus, etwa immer morgens oder immer abends, damit die Werte vergleichbar bleiben.

Beim Wohnungswechsel gehören Endstand der alten Wohnung und Anfangsstand der neuen Wohnung getrennt in die Unterlagen. Die Umzugs-Checkliste für Strom und Gas zeigt die Reihenfolge.

Für die Kosten kommt als nächster Schritt der Arbeitspreis hinzu. Wie du Verbrauch und Gerätewerte praktisch einordnest, zeigt die Anleitung Stromkosten senken; einzelne Gerätekosten berechnest du mit dem Stromkostenrechner.

Zustandszahl (z)

Die Zustandszahl (z) korrigiert den gemessenen Gasverbrauch auf den Normzustand – einer von zwei Faktoren zur Umrechnung in Kilowattstunden nach DVGW G 685.

Die Zustandszahl (z) korrigiert den am Gaszähler gemessenen Verbrauch im Betriebszustand – also unter den tatsächlichen Bedingungen am Zähler – auf den genormten Normzustand. Sie ist der zweite von zwei Faktoren, mit denen der abgelesene Kubikmeter-Wert nach DVGW-Arbeitsblatt G 685 in Kilowattstunden umgerechnet wird: Energie (kWh) = Verbrauch (m³) × Zustandszahl × Brennwert.

Warum Druck, Temperatur und Höhenlage eine Rolle spielen

Ein Kubikmeter Gas nimmt je nach Druck, Temperatur und Höhenlage des Aufstellorts ein unterschiedliches Volumen ein – dieselbe Gasmenge misst der Zähler bei anderem Luftdruck oder anderer Temperatur also leicht unterschiedlich. Die Zustandszahl gleicht diesen Effekt rechnerisch aus, indem sie den gemessenen Betriebszustand auf einen einheitlichen Normzustand umrechnet. So bleibt die abgerechnete Energiemenge unabhängig davon vergleichbar, wo und unter welchen Bedingungen der Zähler steht.

Orientierungsspanne

Die Zustandszahl liegt für die meisten Haushaltszähler ungefähr zwischen 0,9 und 1,0 (Stand 2026). Eine Tabelle mit festen Werten je Netzbetreiber gibt es hier bewusst nicht, weil die Zustandszahl vom Zählerstandort und dem Abrechnungszeitraum abhängt und eine veraltete Angabe zu falschen Ergebnissen führen würde. Maßgeblich ist der Wert auf deiner eigenen Gasabrechnung.

Zustandszahl und Brennwert zusammen

Die Zustandszahl allein ergibt noch keine Kilowattstunden-Zahl: Sie korrigiert nur den gemessenen Verbrauch auf den Normzustand, sagt aber nichts über den Energiegehalt des Gases aus. Diesen zweiten Teil liefert der Brennwert; erst beide Werte zusammen ergeben die kWh-Zahl auf der Rechnung.

Weiterrechnen

Mit Zustandszahl und Brennwert aus deiner eigenen Abrechnung rechnest du den abgelesenen Verbrauch im Gasverbrauch-Rechner direkt in Kilowattstunden um.