Heizkostenrechner
Berechne deine jährlichen Heizkosten aus Wohnfläche, Heizwärmebedarf, Nutzungsgrad und Energiepreis – kostenlos und ohne Anmeldung.
So funktioniert der Heizkostenrechner
Der Rechner schätzt deine jährlichen Heizkosten aus vier Werten: der Wohnfläche, dem spezifischen Heizwärmebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter, dem Nutzungsgrad der Heizungsanlage und dem Energiepreis pro Kilowattstunde.
Der Heizwärmebedarf beschreibt zuerst die benötigte Wärme im Gebäude. Der Nutzungsgrad übersetzt diese Nutzenergie in die Endenergie, die du einkaufen musst. Steht auf deiner Gasabrechnung nur ein Zählerstand in Kubikmetern, rechnest du ihn zuerst mit dem Gasverbrauch-Rechner in Kilowattstunden um, bevor du den Energiepreis in EUR/kWh einträgst. Wie Kubikmeter, Brennwert und Zustandszahl dabei zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Gaszähler ablesen und Verbrauch umrechnen.
Die Formel
Nutzenergie = Wohnfläche × Heizwärmebedarf
Endenergie = Nutzenergie ÷ Nutzungsgrad
Heizkosten = Endenergie × Energiepreis
Eine Beispielrechnung mit Annahmen für DACH 2026: Eine 90-m²-Wohnung mit einem Heizwärmebedarf von 130 kWh/m² pro Jahr, einem Nutzungsgrad von 0,90 und einem Gaspreis von 0,12 €/kWh kommt so auf:
90 × 130 = 11.700 kWh Nutzenergie
11.700 ÷ 0,90 = 13.000 kWh Endenergie
13.000 × 0,12 = 1.560 € pro Jahr.
Warmwasser wird hier nicht separat erfasst. Dafür eignet sich der Warmwasserrechner nach Wassermenge und Temperaturhub.
Wer die laufenden Heizkosten nicht nur für Gas, Fernwärme, Öl oder Strom einordnen will, kann den berechneten Energiepreis als Vergleichsgröße weiterverwenden: Der Wärmepreis-Vergleich von HolzTools stellt Scheitholz, Holzbriketts, Pellets, Gas, Wärmepumpe und Strom-Direktheizung in Cent je Kilowattstunde Nutzwärme nebeneinander.
Nutzenergie und Endenergie
Die Nutzenergie ist die Wärme, die rechnerisch im Gebäude ankommen soll. Die Endenergie ist die Energiemenge, die der Wärmeerzeuger dafür als Gas, Öl, Fernwärme oder Strom benötigt. Ein Nutzungsgrad von 1,00 bedeutet in diesem Rechner: Nutzenergie und Endenergie sind gleich. Liegt der Nutzungsgrad darunter, steigt die benötigte Endenergie entsprechend.
Trage den Nutzungsgrad möglichst aus dem Kesseldatenblatt, dem Wartungsprotokoll oder den Angaben des Schornsteinfegers ein. Pauschale Kesseltyp-Spannen sind hier bewusst nicht vorbelegt, weil Heizwert- und Brennwertbezug sowie Anlagenzustand sonst leicht vermischt werden.
Richtwerte für den Heizwärmebedarf
Als grobe Richtwerte für DACH 2026 und als reine Orientierung liegen unsanierte Altbauten oft bei 150–250 kWh/m², typische Bestandsgebäude bei 100–150 kWh/m² und Neubauten bei 40–80 kWh/m². Für die Berechnung ist dein eigener Gebäudewert wichtiger als die Spanne. Welche der beiden Ausweis-Kennzahlen – Endenergie oder Primärenergie – dafür gemeint ist, erklärt der Ratgeber Energieausweis: Welcher Wert für den Heizkostenrechner?. Zur Einordnung nach Bauzustand hilft die Tabelle Heizwärmebedarf nach Gebäudetyp.
Wie sich Vorlauftemperatur und Heizkurve auf den tatsächlichen Verbrauch auswirken, erklärt der Ratgeber Heizkurve, Vorlauftemperatur und Thermostat verstehen.
Nach der Berechnung kannst du die nächsten Schritte mit der Checkliste Heizkosten senken Schritt für Schritt sortieren: Ausgangswert festhalten, Heizverhalten prüfen, Regelung ansehen, Gebäudezustand einordnen und Maßnahmen priorisieren.
Quellen
Reine Kosten- und Energiebilanz
Brennwert und Heizwert nicht mischen
Häufige Fragen
Wie kann ich Heizkosten sparen?
Schon ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten als gerundeter Richtwert für DACH 2026 um etwa sechs Prozent. Richtiges Stoßlüften, freie Heizkörper und das Entlüften der Heizung helfen zusätzlich. Deine aktuellen Kosten schätzt du mit dem Heizkostenrechner. Die wichtigsten Maßnahmen erklärt der Ratgeber Heizkosten senken: 8 wirksame Maßnahmen ausführlicher. Zum direkten Abarbeiten passt die Checkliste Heizkosten senken Schritt für Schritt.
Wie viel spart ein Grad weniger Heizen?
Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten als gerundeter Richtwert für DACH 2026 um rund sechs Prozent. Wer die Temperatur nachts oder bei Abwesenheit absenkt, spart zusätzlich. Deine Ausgangskosten berechnest du mit dem Heizkostenrechner.
Eine vergleichbare Rechnung für die Waschmaschine steht in der FAQ Wie viel spart Waschen bei 30 Grad?.
Was kostet eine Kilowattstunde Gas?
Laut BDEW-Gaspreisanalyse lag Haushaltsgas im August 2026 bei 11,93 ct/kWh im Einfamilienhaus und 11,17 ct/kWh im Mehrfamilienhaus. Eine grobe Orientierung von 0,10 bis 0,14 €/kWh passt damit als Spanne, ersetzt aber nicht deinen eigenen Tarif.08.2026. Für die Heizkosten deiner Wohnung nutzt du den Heizkostenrechner. Dein Gaszähler zeigt den Verbrauch allerdings in Kubikmetern (m³) statt in Kilowattstunden an - wie du diesen Wert umrechnest, erklären die FAQ Warum steht auf der Gasrechnung kWh, aber am Zähler m³? und der Gasverbrauch-Rechner.
Welcher Wert aus dem Energieausweis für den Heizkostenrechner?
Trage den Endenergiebedarf aus deinem Energieausweis in den Heizkostenrechner ein, nicht den Primärenergiebedarf. Die Endenergie ist die Energiemenge, die du tatsächlich einkaufst und bezahlst – für eine Kostenschätzung zählt ausschließlich sie. Der Primärenergiebedarf rechnet zusätzlich mit dem Primärenergiefaktor deines Energieträgers und beantwortet damit eine ökologische, keine finanzielle Frage; im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, weithin noch unter der früheren Bezeichnung Gebäudeenergiegesetz oder GEG bekannt) stehen beide Kennzahlen nebeneinander, aber nur die Endenergie gehört in den Rechner. Wer stattdessen den Primärenergiebedarf einträgt, überschätzt seine Heizkosten oft deutlich – besonders wenn Strom der Energieträger ist.
Auch mit der richtigen Zahl bleibt eine kleine Differenz: Der Endenergiewert im Ausweis fasst Heizung und Warmwasser zusammen und ist klimabereinigt, während der Heizkostenrechner nur den reinen Heizwärmebedarf erwartet. Der Ausweiswert liegt deshalb etwas über dem, was der Rechner eigentlich als Eingabe braucht – für eine grobe Schätzung der Heizkosten reicht das trotzdem meist aus.
Was der Endenergiebedarf genau bedeutet und wie er sich vom Primärenergiebedarf unterscheidet, erklärt der Glossareintrag Endenergiebedarf. Die vollständige Erklärung mit Rechenbeispiel und Ausweistypen findest du im Ratgeber Energieausweis: Welcher Wert für den Heizkostenrechner?.