Warmwasserrechner: Kosten pro Dusche & Jahr
Berechne die Kosten für warmes Wasser aus Wassermenge, Temperaturhub, Erzeugerart und Strompreis - je Nutzung, Monat und Jahr.
So funktioniert der Warmwasserrechner
Der Warmwasserrechner berechnet, wie viel Strom nötig ist, um eine bestimmte Wassermenge auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Er passt zu Fragen wie: Was kostet eine Dusche, ein Spülgang mit Handabwasch oder eine andere einzelne Warmwasser-Nutzung?
Anders als der Stromkostenrechner startet dieser Rechner nicht bei Geräteleistung und Laufzeit, sondern bei Literzahl und Temperaturhub. Anders als der Heizkostenrechner betrachtet er nicht die Raumheizung, sondern die Warmwasserbereitung.
Eingaben
Für die Wassermenge gibt es zwei Wege. Wenn du die Literzahl kennst, trägst du sie direkt ein. Wenn du eine Dusche schätzen möchtest, wählst du den Duschmodus und gibst Duschdauer und Durchflussmenge der Brause ein. Der Rechner nutzt dann Duschdauer × Durchflussmenge; das direkte Literfeld wird in diesem Modus ignoriert.
Dazu kommen Kaltwassertemperatur und gewünschte Warmwassertemperatur. Aus beiden Werten entsteht der Temperaturhub. Liegt die Warmwassertemperatur nicht über der Kaltwassertemperatur, setzt der Rechner den Wärmebedarf auf 0, weil rechnerisch kein Aufheizen nötig ist.
Bei der Erzeugerart wählst du zwischen elektrischem Durchlauferhitzer, Warmwasserspeicher/Boiler und Brauchwasser-Wärmepumpe. Die hinterlegten Faktoren liegen in diesen Bereichen: Durchlauferhitzer ca. 95-99 % Wirkungsgrad, Warmwasserspeicher/Boiler ca. 70-85 % inklusive Bereitschaftsverlusten, Brauchwasser-Wärmepumpe ca. JAZ 3,0-4,0. Der Strompreis ist ein Eingabefeld. Die Vorbelegung von 0,37 €/kWh ist eine Haushaltsstrom-Rechenannahme nach BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026; für die eigene Rechnung zählt der Arbeitspreis aus deinem Tarif.
Ergebnisse
Das Hauptergebnis sind die Kosten pro Nutzung. Zusätzlich zeigt der Rechner den Stromverbrauch pro Nutzung in kWh, die Kosten pro Monat, die Kosten pro Jahr und den hochgerechneten Jahresverbrauch in kWh. Die Monatsrechnung nutzt den durchschnittlichen Faktor 52 / 12 Wochen pro Monat, die Jahresrechnung Nutzungen pro Woche × 52.
Die Ergebnisse sind Näherungen. Besonders bei Speichern und Wärmepumpen hängen Wirkungsgrad und Jahresarbeitszahl vom konkreten Gerät, der Einstellung, den Temperaturen und dem Nutzungsprofil ab. Für reine Wärmepumpen-Heizkosten nach Heizwärmebedarf passt der Wärmepumpen-Stromkostenrechner besser.
Die Formel und Quellen
Die Nutzenergie für warmes Wasser berechnet sich aus:
Energiebedarf = Wassermenge (l) × Temperaturhub (K) × 1,163 Wh/(l·K)
Die Konstante 1,163 Wh je Liter und Kelvin folgt aus der spezifischen Wärmekapazität von Wasser und ist keine Strompreis- oder Geräteannahme. Für die benötigte elektrische Energie teilt der Rechner diese Nutzenergie durch den Wirkungsgrad beziehungsweise durch die Jahresarbeitszahl:
Strombedarf = Nutzenergie ÷ Wirkungsgrad oder JAZ
Quellen- und Datenstand für die hinterlegten Spannen, abgerufen am 29.07.2026: Verbraucherzentrale zum Durchlauferhitzer ohne Speicherverluste; HEA-Fachgemeinschaft als branchennaher Beleg für die obere Wirkungsgradgrenze elektrischer Durchlauferhitzer; DIN-EN-89-/DIN-V-18599-8-Berechnungshilfen, energie-lexikon.info und EU-Verordnung Nr. 814/2013 zur Einordnung von Speicherverlusten; Verbraucherzentrale-Energieberatung zur JAZ von Brauchwasserwärmepumpen.
Beispiel
Eine Beispielrechnung mit 40 l Wasser, 12 °C Kaltwasser, 38 °C Warmwasser, elektrischem Durchlauferhitzer, 7 Nutzungen pro Woche und 0,37 €/kWh als Rechenannahme:
Temperaturhub = 38 - 12 = 26 K
Nutzenergie = 40 × 26 × 1,163 = 1.209,52 Wh
Strombedarf = 1.209,52 ÷ 0,97 = 1.246,93 Wh = 1,24693 kWh
Kosten pro Nutzung = 1,24693 × 0,37 = 0,46 €
Bei 7 Nutzungen pro Woche ergibt dieses Szenario rund 14,00 € pro Monat und 167,93 € pro Jahr. Die FAQ Was kostet einmal duschen? ordnet genau dieses Beispiel als Alltagsfrage ein. Den Unterschied zwischen Durchlauferhitzer und Speicher erklärt die FAQ Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher: Was verbraucht mehr?.
Was diese Rechnung nicht ersetzt
Der Rechner ersetzt keine Geräteprüfung, Energieberatung oder Kaufberatung. Er berücksichtigt keine individuellen Rohrleitungsverluste, Zirkulationsverluste, Legionellenprogramme, Mischverluste, Warmwasserbereitung über Gas, Fernwärme oder Solarthermie und keine konkreten Anbieter- oder Gerätepreise. Er zeigt ein Rechenszenario mit deinen Eingaben, keine Empfehlung für eine bestimmte Erzeugerart.
Frischwasser- und Abwasserpreise sind ebenfalls nicht enthalten; diese Kosten berechnet der Wasserkosten-Rechner aus Litern oder Kubikmetern und den Preisen aus deiner Abrechnung.
Quellen
Spezifische Wärmekapazität von Wasser
Verordnung (EU) Nr. 814/2013 — Ökodesign für Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher
Häufige Fragen
Was kostet einmal duschen?
Eine Beispiel-Dusche mit 40 Litern warmem Wasser kostet mit elektrischem Durchlauferhitzer bei 0,37 €/kWh rund 0,46 € Energiekosten plus die Frisch- und Abwasserkosten aus deiner eigenen Abrechnung. Der Strompreis und die 40 l sind Rechenannahmen; die Preisannahme folgt der BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026. Für deine Rechnung zählen der Arbeitspreis aus deinem Tarif im Warmwasser-Rechner und die Wasserpreise aus deiner Abrechnung im Wasserkosten-Rechner.
Der Energieblock:
- Wassermenge: 40 l
- Temperaturhub: von 12 °C Kaltwasser auf 38 °C Duschtemperatur, also 26 K
- Nutzenergie: 40 l x 26 K x 1,163 Wh/(l·K) = 1.209,52 Wh
- Erzeugerart: elektrischer Durchlauferhitzer, angesetzt mit einem Wirkungsgrad von ca. 95-99 % und Beispiel-Faktor 0,97
- Strombedarf: 1.209,52 Wh / 0,97 = 1.246,93 Wh = 1,24693 kWh
- Energiekosten: 1,24693 kWh x 0,37 €/kWh = 0,46 €
Der Wasser- und Abwasserblock:
- Wassermenge: 40 l
- Umrechnung: 40 l / 1.000 = 0,04 m3
- Variabler Wasserpreis: Frischwasserpreis + Schmutzwasserpreis aus deiner Abrechnung
- Wasser- und Abwasserkosten: 0,04 m3 x (Frischwasserpreis + Schmutzwasserpreis)
Die Gesamtkosten einer Dusche sind damit:
Energiekosten + Wasser- und Abwasserkosten
Wenn deine Abrechnung zum Beispiel 2,00 €/m3 Frischwasser und 3,00 €/m3 Schmutzwasser ausweist, wäre der Wasserblock für 40 l: 0,04 x (2,00 + 3,00) = 0,20 €. Das sind frei gewählte Beispielwerte, keine bundesweiten Durchschnittspreise. Mit den Energiekosten aus dem Beispiel läge die Dusche dann bei 0,46 € + 0,20 € = 0,66 €.
Die 40 Liter sind im Beispiel direkt als Wassermenge gesetzt. Wenn du lieber über Duschdauer rechnest, ist die Wassermenge einfach Duschdauer × Durchflussmenge der Brause; der Rechner nutzt dann diesen Pfad statt der direkten Literangabe.
Mit denselben Wasser- und Temperaturwerten läge ein Warmwasserspeicher im Rechner-Beispiel bei etwa 0,55 € Energiekosten, eine Brauchwasser-Wärmepumpe bei etwa 0,13 €. Das ist keine pauschale Tarif- oder Geräteaussage: Duschdauer, Durchflussmenge, Kaltwassertemperatur, Speicherverluste und JAZ verändern das Ergebnis deutlich.
Wenn du nur die Leistung deines Durchlauferhitzers kennst, hilft die FAQ Was kostet warmes Wasser mit einem Durchlauferhitzer?. Spartipps stehen im Ratgeber Warmwasserkosten senken.
Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher: Was verbraucht mehr?
Ob ein Durchlauferhitzer oder ein Warmwasserspeicher mehr Strom verbraucht, hängt vor allem vom Nutzungsprofil ab: Der Durchlauferhitzer erwärmt nur beim Zapfen, der Speicher hält Wasser dauerhaft warm.
Beim elektrischen Durchlauferhitzer entstehen keine Bereitschaftsverluste, weil kein Vorrat auf Temperatur gehalten wird. Dafür zieht das Gerät während der Nutzung sehr hohe Leistung. Für die Stromrechnung zählt am Ende aber nicht die Spitzenlast allein, sondern wie lange wie viel Wasser um welchen Temperaturhub erwärmt wird.
Ein Warmwasserspeicher oder Boiler verteilt die Leistung anders. Er kann mit geringerer Anschlussleistung nachheizen, verliert aber laufend Wärme über den Speicherbehälter. Diese Bereitschaftsverluste fallen auch dann an, wenn längere Zeit niemand warmes Wasser nutzt. Der Rechner setzt für den Speicher deshalb eine niedrigere und variablere Wirkungsgrad-Spanne an als für den direkten elektrischen Durchlauferhitzer.
Bei seltener oder unregelmäßiger Nutzung ist die reine Verbrauchslogik oft günstiger für den Durchlauferhitzer, weil kein Vorrat warmsteht. Bei regelmäßigem, planbarem Bedarf kann ein Speicher die Last glätten; die Verluste bleiben trotzdem Teil der Rechnung. Das ist keine Kaufempfehlung, sondern eine Einordnung der Energieflüsse.
Die eigene Situation rechnest du mit dem Warmwasserrechner nach Wassermenge, Temperaturhub, Erzeugerart und Strompreis durch. Was zur Warmwasserbereitung zählt und wie sie sich von Raumheizung unterscheidet, erklärt der Glossareintrag.
Was kostet warmes Wasser mit einem Durchlauferhitzer?
Ein elektrischer Durchlauferhitzer liegt je nach Modell meist zwischen 18 und 27 kW und zählt damit zu den größten Einzelverbrauchern im Haushalt – die genaue Leistung steht auf dem Typenschild. Je nach Leistung, Nutzungsdauer und Strompreis kann eine Minute warmes Wasser mehrere Cent kosten. Genauer rechnest du die Kosten mit dem Warmwasserrechner nach Wassermenge, Temperaturhub, Erzeugerart und Strompreis.