E-Auto-Ladekostenrechner

Berechne die jährlichen Ladekosten deines Elektroautos aus Verbrauch, Ladeweg, Fahrleistung und Strompreis.

Durchschnittsverbrauch laut Bordcomputer bzw. WLTP-Datenblatt (Energie ab Akku, ohne Ladeverluste).
Bestimmt den Verlustzuschlag zwischen Steckdose und Akku (ADAC-Messwerte).
Rechenannahme: Vorbelegt mit 0,37 €/kWh als Haushaltsstrom-Durchschnitt (BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026). Trag deinen eigenen Arbeitspreis laut Stromrechnung ein.
Ladekosten pro Jahr1.062,77 €
Kosten pro 100 km7,09 €
Ladestrom pro Jahr2.872
  • Der Verlustzuschlag ist eine Pauschale je Ladeweg und kann bei Kälte, altem Akku oder langsamem AC-Laden abweichen.
  • An öffentlichen Schnellladern liegt der Preis pro kWh meist deutlich höher als an der eigenen Wallbox.

So funktioniert der E-Auto-Ladekostenrechner

Der Rechner ermittelt die jährlichen Stromkosten fürs Laden aus deinem Verbrauch laut Bordcomputer bzw. WLTP-Datenblatt, deinem Ladeweg, deiner Fahrleistung pro Jahr und dem Strompreis.

Der Verbrauch laut Bordcomputer oder WLTP-Datenblatt zählt nur die Energie, die im Akku ankommt. Zwischen Steckdose und Akku geht zusätzlich Energie als Ladeverlust verloren – etwa im Onboard-Lader, im Kabel oder durch die Batteriekonditionierung. Deshalb fragt der Rechner den Ladeweg ab und schlägt einen dazu passenden Verlustzuschlag auf den Verbrauch auf, bevor er die Kosten berechnet.

Die Formel

Ladekosten = Verbrauch ÷ 100 × Fahrleistung ÷ (1 − Verlustzuschlag) × Strompreis

Der Verlustzuschlag hängt vom gewählten Ladeweg ab: rund 6 % an der 11-kW-Wallbox, rund 18 % an der Haushaltssteckdose (Schuko) und rund 5 % am öffentlichen DC-Schnelllader. Diese Werte sind Repräsentativwerte aus ADAC-Messungen: An der 11-kW-Wallbox maß der ADAC bei fünf Testfahrzeugen 5,1–7,0 % Ladeverlust, an der Haushaltssteckdose 12,7–24,2 % (Messreihe veröffentlicht 06.08.2026). An einem 300-kW-DC-Schnelllader maß der ADAC 1–4 % bei warmem und 6–10 % bei kaltem Akku (Messung veröffentlicht 27.05.2025).

Beispielrechnung

Ein E-Auto mit 18 kWh/100 km laut Bordcomputer und 15.000 km Fahrleistung pro Jahr kommt bei 0,37 €/kWh je nach Ladeweg auf:

  • Wallbox (6 % Verlustzuschlag): 18 ÷ 100 × 15.000 ÷ 0,94 × 0,37 ≈ 1.063 € pro Jahr - rund 7,09 € pro 100 Kilometer.
  • Schuko (18 % Verlustzuschlag): 18 ÷ 100 × 15.000 ÷ 0,82 × 0,37 ≈ 1.218 € pro Jahr - rund 8,12 € pro 100 Kilometer.
  • Schnelllader (5 % Verlustzuschlag): 18 ÷ 100 × 15.000 ÷ 0,95 × 0,37 ≈ 1.052 € pro Jahr - rund 7,01 € pro 100 Kilometer.

Die Strompreis-Vorbelegung ist eine Rechenannahme: 0,37 €/kWh entspricht 37,0 ct/kWh aus der BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026. Für deine Ladekosten zählt dein Haushaltsstrom-, Autostrom- oder Ladetarif.

Grenzen der Rechnung

Der Verlustzuschlag je Ladeweg ist eine Pauschale aus den oben genannten ADAC-Messreihen, keine Individualprognose für dein Fahrzeug. Die Testmessungen zeigen selbst schon Spannen von mehreren Prozentpunkten zwischen einzelnen Fahrzeugmodellen. Dein tatsächlicher Verlust kann davon abweichen, insbesondere bei Kälte (ein kalter Akku braucht zusätzliche Energie zur Konditionierung), bei einem älteren oder gealterten Akku oder bei langsamem AC-Laden mit geringerer Ladeleistung als 11 kW. Was ein Ladeverlust ist, wo er entsteht und wie stark er je nach Ladeweg schwanken kann, erklärt der Glossareintrag Ladeverlust.

Was dieser Rechner nicht beantwortet

Fahrzeugspezifische Ladekurven, die Standby-Verluste einer dauerhaft angeschlossenen Wallbox oder witterungsbedingte Schwankungen über das Jahr bildet der Rechner nicht ab. Er liefert eine plausible Jahresgröße auf Basis eines pauschalen Verlustzuschlags je Ladeweg, keine Prognose für einen einzelnen Ladevorgang.

Zu Hause laden ist am günstigsten

An der eigenen Wallbox lädst du mit deinem Haushaltsstrompreis und dem niedrigsten der drei Verlustzuschläge. Öffentliche Schnellladesäulen sind komfortabel, kosten pro Kilowattstunde aber oft deutlich mehr als der eigene Haushaltsstrom.

Quellen

  • Ladeverluste beim Elektroauto — So viel Strom geht beim Laden verloren

    ADACPrimärquelleEigenmessungen an fünf Fahrzeugen: 5,1 bis 7,0 % Ladeverlust an der 11-kW-Wallbox, 12,7 bis 24,2 % an der Haushaltssteckdose. Der Rechner verwendet je Ladeweg einen einzelnen Wert aus dieser Spanne (Wallbox 6 %, Schuko 18 %) — eine Pauschale, keine fahrzeugspezifische Rechnung.Abruf: 29.08.2026

  • E-Auto am Schnelllader: Energieverlust zwischen Ladesäule und Akku

    ADACPrimärquelleNennt 1 bis 4 % Verlust bei warmem und 6 bis 10 % bei kaltem Akku. Der Rechner setzt pauschal 5 % an und liegt damit im warmen Bereich — bei kaltem Akku im Winter unterschätzt er die Kosten.Abruf: 29.08.2026

  • Strompreis-Vorbelegung

    EnergyToolsAnnahmeDer vorbelegte Arbeitspreis stammt aus der gemeinsamen Annahmedatei des Portfolios (packages/config, BDEW-Strompreisanalyse) und ist ein bundesweiter Haushaltsdurchschnitt. Für die eigene Rechnung zählt der Preis auf der eigenen Abrechnung — deshalb ist das Feld editierbar.Abruf: 29.08.2026

Häufige Fragen

Wie viel kostet es, ein E-Auto zu laden?

Zu Hause kostet das Laden mit dem Haushaltsstrompreis von 0,37 €/kWh rund 7,09 € pro 100 Kilometer an der Wallbox und rund 8,12 € an einer normalen Haushaltssteckdose. Der Unterschied liegt am höheren Ladeverlust der Steckdose. Die Preisannahme folgt der BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026. An öffentlichen Schnellladern ist es meist teurer. Deine jährlichen Ladekosten berechnet der E-Auto-Ladekostenrechner.

Mehr Kontext zu Wallbox, Haushaltsstrom, Solarstrom und Tarifen steht im Ratgeber E-Auto zu Hause laden.

Wie viel kosten 100 Kilometer mit dem E-Auto?

Bei einem Verbrauch von 18 kWh/100 km und einem Strompreis von 0,37 €/kWh kostet die Strecke rund 7,09 € an der Wallbox, 8,12 € an der Haushaltssteckdose und 7,01 € am Schnelllader. An öffentlichen Schnellladern liegt der reale Strompreis pro kWh aber oft deutlich höher als die hier angenommene Haushaltsstrom-Vorbelegung nach BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026. Rechne deinen Wert im E-Auto-Ladekostenrechner aus.

Was ist eine Wallbox und warum ist sie günstiger?

Eine Wallbox ist eine feste Ladestation für zu Hause, die schneller und sicherer lädt als eine normale Steckdose. Da du deinen Haushaltsstrompreis zahlst, ist das Laden günstiger als an öffentlichen Säulen. Die Kosten berechnet der E-Auto-Rechner.

Wenn du wissen willst, wie sich Wallbox, Haushaltsstrom und Solarstrom praktisch auswirken, ordnet der Ratgeber E-Auto zu Hause laden die wichtigsten Kostentreiber ein.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage fürs E-Auto-Laden?

Wer den eigenen Solarstrom zum Laden nutzt, senkt die Ladekosten erheblich, da selbst erzeugter Strom günstiger ist als Netzstrom. Voraussetzung ist, dass geladen wird, wenn die Sonne scheint. Deine Ladekosten mit Netzstrom zeigt der E-Auto-Rechner. Wie viel Strom eine PV-Anlage erzeugt und wann sie sich rechnet, berechnest du mit den Photovoltaik-Rechnern von SolarCalc.