Endenergiebedarf
Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die ein Gebäude laut Energieausweis einkauft – richtig für den Heizkostenrechner, nicht der Primärenergiebedarf.
Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die ein Gebäude laut Energieausweis pro Jahr einkauft – für Heizung und Warmwasser zusammen, rechnerisch auf ein Durchschnittsjahr klimabereinigt. Angegeben wird er in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, kWh/(m²·a). Für eine Heizkostenrechnung ist er die relevante Zahl, weil er der Energiemenge entspricht, die tatsächlich eingekauft und bezahlt wird.
Abgrenzung zum Primärenergiebedarf
Im Energieausweis steht neben dem Endenergiebedarf meist noch eine zweite Zahl: der Primärenergiebedarf. Er entsteht, indem der Endenergiebedarf mit dem Primärenergiefaktor des jeweiligen Energieträgers multipliziert wird – einem Faktor, der nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, weithin noch unter der früheren Bezeichnung Gebäudeenergiegesetz oder GEG bekannt) den vorgelagerten Aufwand für Gewinnung, Umwandlung und Transport der Energie abbildet. Der Primärenergiebedarf beantwortet damit eine ökologische Frage, keine finanzielle. Für die Heizkostenrechnung zählt ausschließlich der Endenergiebedarf; wer stattdessen den Primärenergiebedarf einträgt, verzerrt das Ergebnis teils deutlich – besonders bei Strom als Energieträger, dessen Primärenergiefaktor merklich vom tatsächlichen Verbrauch abweicht.
Ausweiswert und Rechner-Eingabe
Der Endenergiebedarf im Ausweis deckt Heizung und Warmwasser gemeinsam ab. Der Heizkostenrechner erwartet dagegen nur den reinen Heizwärmebedarf fürs Heizen allein. Beide Werte liegen deshalb nicht exakt gleich – wie sich die Differenz einordnen lässt, erklärt der Ratgeber Energieausweis: Welcher Wert für den Heizkostenrechner?.
Weiterrechnen
Mit dem Endenergiebedarf aus dem eigenen Energieausweis lässt sich im Heizkostenrechner eine grobe Schätzung der jährlichen Heizkosten erstellen.