Welcher Wert aus dem Energieausweis für den Heizkostenrechner?
Trage den Endenergiebedarf aus deinem Energieausweis in den Heizkostenrechner ein, nicht den Primärenergiebedarf. Die Endenergie ist die Energiemenge, die du tatsächlich einkaufst und bezahlst – für eine Kostenschätzung zählt ausschließlich sie. Der Primärenergiebedarf rechnet zusätzlich mit dem Primärenergiefaktor deines Energieträgers und beantwortet damit eine ökologische, keine finanzielle Frage; im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, weithin noch unter der früheren Bezeichnung Gebäudeenergiegesetz oder GEG bekannt) stehen beide Kennzahlen nebeneinander, aber nur die Endenergie gehört in den Rechner. Wer stattdessen den Primärenergiebedarf einträgt, überschätzt seine Heizkosten oft deutlich – besonders wenn Strom der Energieträger ist.
Auch mit der richtigen Zahl bleibt eine kleine Differenz: Der Endenergiewert im Ausweis fasst Heizung und Warmwasser zusammen und ist klimabereinigt, während der Heizkostenrechner nur den reinen Heizwärmebedarf erwartet. Der Ausweiswert liegt deshalb etwas über dem, was der Rechner eigentlich als Eingabe braucht – für eine grobe Schätzung der Heizkosten reicht das trotzdem meist aus.
Was der Endenergiebedarf genau bedeutet und wie er sich vom Primärenergiebedarf unterscheidet, erklärt der Glossareintrag Endenergiebedarf. Die vollständige Erklärung mit Rechenbeispiel und Ausweistypen findest du im Ratgeber Energieausweis: Welcher Wert für den Heizkostenrechner?.