Ladeverlust
Ladeverlust ist die Energie, die zwischen Steckdose und Akku verloren geht – je nach Ladeweg unterschiedlich hoch.
Als Ladeverlust bezeichnet man die Energie, die beim Laden eines E-Autos zwischen Steckdose und Akku verloren geht. Der Bordcomputer zeigt nur den Verbrauch ab Akku an – wie viel Strom tatsächlich bezahlt wird, liegt zusätzlich um diesen Verlust höher.
Wo Ladeverluste entstehen
Der größte Anteil entsteht im Onboard-Lader, der den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom für den Akku umwandelt. Weitere Anteile verursachen das Ladekabel selbst sowie die Batteriekonditionierung, die den Akku vor und während des Ladens auf Temperatur bringt – bei Kälte braucht das spürbar mehr Energie. Auch eine dauerhaft angeschlossene Wallbox zieht im Standby einen kleinen, aber konstanten Anteil.
Wie hoch sie je nach Ladeweg ausfallen
Wie stark der Verlust ausfällt, hängt vom gewählten Ladeweg ab. In ADAC-Testmessungen (veröffentlicht 06.08.2026) lag er an der 11-kW-Wallbox bei 5,1–7,0 % und an der Haushaltssteckdose (Schuko) bei 12,7–24,2 %. An einem 300-kW-DC-Schnelllader maß der ADAC (veröffentlicht 27.05.2025) 1–4 % bei warmem und 6–10 % bei kaltem Akku. Warum diese Differenz oft größer ausfällt, als der Bordcomputer vermuten lässt, erklärt die FAQ Warum lädt mein Auto mehr Strom, als der Bordcomputer anzeigt?.
Was das für deine Ladekosten bedeutet
Der Ladeverlust wird zusätzlich zum Bordcomputer-Verbrauch bezahlt und wirkt sich direkt auf die Jahreskosten aus. Mit dem eigenen Verbrauch und Ladeweg lässt sich das im E-Auto-Ladekostenrechner nachrechnen. Wer zu Hause lädt, profitiert zusätzlich vom niedrigeren Verlust der Wallbox gegenüber Schuko oder Schnelllader – mehr dazu im Ratgeber E-Auto zu Hause laden.