Taupunkt
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die vorhandene Feuchte in der Luft rechnerisch zur Sättigung reicht und Wasser an kalten Oberflächen kondensieren kann.
Der Taupunkt beschreibt den Luftzustand, nicht die Wand selbst: Er gibt an, ab welcher Temperatur die aktuelle Raumluft mit Wasserdampf gesättigt wäre. Kühlt eine Fensterscheibe, Außenwand oder Raumecke unter diesen Wert ab, kann Feuchtigkeit aus der Luft als Kondensat sichtbar werden.
Für den Wohnraum reicht meistens die praktische Frage: Wie weit liegt die kälteste Oberfläche über dem Taupunkt? Welche Luftfeuchte dafür überhaupt als Ausgangswert sinnvoll ist, beantwortet die FAQ Welche Luftfeuchtigkeit ist in Wohnräumen sinnvoll?. Den Taupunkt aus Raumtemperatur und relativer Luftfeuchte berechnet der Taupunkt-Rechner. Wenn du zusätzlich eine Wand- oder Oberflächentemperatur gemessen hast, vergleicht der Schimmelrisiko-Rechner beide Werte.
Der Taupunkt ist keine Bauteilberechnung. Er sagt nicht, wie warm eine Wand im Inneren ist, ob eine Wärmebrücke vorliegt oder ob ein Raum sicher schimmelfrei bleibt. Dafür fehlen Materialaufbau, Nutzung, Dauer der Feuchtebelastung und Messwerte an der konkreten Stelle.
Warum dieselbe Wassermenge je nach Temperatur zu unterschiedlichen Prozentwerten führt, erklärt der Begriff relative und absolute Luftfeuchte.