Wann lohnt sich ein Tarif mit höherem Grundpreis?

Ein Tarif mit höherem Grundpreis lohnt sich rechnerisch nur, wenn der niedrigere Arbeitspreis die höhere feste Jahresgebühr bei deinem Verbrauch ausgleicht. Unterhalb dieser Schwelle ist meist der Tarif mit niedrigerem Grundpreis im Vorteil; oberhalb kann der niedrigere Arbeitspreis den Ausschlag geben.

Die Schwelle heißt Break-even-Verbrauch. In Worten: Du teilst die Differenz der Grundpreise durch die Differenz der Arbeitspreise. Wichtig ist die Einheit: Arbeitspreise in Cent pro kWh müssen für die Rechnung in Euro pro kWh umgerechnet werden.

Ein frei gewähltes Beispiel, keine Marktpreise: Tarif A kostet 120 Euro Grundpreis pro Jahr und 32 ct/kWh. Tarif B kostet 180 Euro Grundpreis pro Jahr und 28 ct/kWh. Tarif B ist beim Grundpreis 60 Euro teurer, spart aber 4 ct je kWh. Der Break-even liegt deshalb bei 60 Euro / 0,04 Euro je kWh = 1.500 kWh. Bei weniger als 1.500 kWh wäre Tarif A rechnerisch günstiger, bei mehr als 1.500 kWh Tarif B.

Diese Rechnung bewertet nur Grundpreis, Arbeitspreis und Jahresverbrauch. Boni, Vertragslaufzeiten, Preisgarantien, Wechselkosten, Anbieterqualität und aktuelle Marktpreise gehören nicht in diese einfache Break-even-Rechnung.

Für deine konkreten Eingaben nutzt du den Stromtarif-Vergleich. Dort kannst du zwei Tarife mit eigenem Jahresverbrauch, Grundpreis und Arbeitspreis nebeneinander rechnen.