Zustandszahl (z)
Die Zustandszahl (z) korrigiert den gemessenen Gasverbrauch auf den Normzustand – einer von zwei Faktoren zur Umrechnung in Kilowattstunden nach DVGW G 685.
Die Zustandszahl (z) korrigiert den am Gaszähler gemessenen Verbrauch im Betriebszustand – also unter den tatsächlichen Bedingungen am Zähler – auf den genormten Normzustand. Sie ist der zweite von zwei Faktoren, mit denen der abgelesene Kubikmeter-Wert nach DVGW-Arbeitsblatt G 685 in Kilowattstunden umgerechnet wird: Energie (kWh) = Verbrauch (m³) × Zustandszahl × Brennwert.
Warum Druck, Temperatur und Höhenlage eine Rolle spielen
Ein Kubikmeter Gas nimmt je nach Druck, Temperatur und Höhenlage des Aufstellorts ein unterschiedliches Volumen ein – dieselbe Gasmenge misst der Zähler bei anderem Luftdruck oder anderer Temperatur also leicht unterschiedlich. Die Zustandszahl gleicht diesen Effekt rechnerisch aus, indem sie den gemessenen Betriebszustand auf einen einheitlichen Normzustand umrechnet. So bleibt die abgerechnete Energiemenge unabhängig davon vergleichbar, wo und unter welchen Bedingungen der Zähler steht.
Orientierungsspanne
Die Zustandszahl liegt für die meisten Haushaltszähler ungefähr zwischen 0,9 und 1,0 (Stand 2026). Eine Tabelle mit festen Werten je Netzbetreiber gibt es hier bewusst nicht, weil die Zustandszahl vom Zählerstandort und dem Abrechnungszeitraum abhängt und eine veraltete Angabe zu falschen Ergebnissen führen würde. Maßgeblich ist der Wert auf deiner eigenen Gasabrechnung.
Zustandszahl und Brennwert zusammen
Die Zustandszahl allein ergibt noch keine Kilowattstunden-Zahl: Sie korrigiert nur den gemessenen Verbrauch auf den Normzustand, sagt aber nichts über den Energiegehalt des Gases aus. Diesen zweiten Teil liefert der Brennwert; erst beide Werte zusammen ergeben die kWh-Zahl auf der Rechnung.
Weiterrechnen
Mit Zustandszahl und Brennwert aus deiner eigenen Abrechnung rechnest du den abgelesenen Verbrauch im Gasverbrauch-Rechner direkt in Kilowattstunden um.